flexi-reno-stair
Treppen
Ankündigung: Work in Progress
Status
Das Objekt „Flexi-Reno-Stair-C" (2 × ¼-gewendelt) ist das erste Bibliothekselement der Reihe Flexi-Reno-Stair und ab sofort zum Testen verfügbar. Weitere Treppentypen folgen, sobald Erfahrungen aus der Praxis vorliegen und Bedarf besteht.
Beschreibung
Das Projekt „Flexi-Reno-Stair" entstand aus der Erfahrung des Autors, dass das Archicad-Treppenwerkzeug für gewendelte Bestandstreppen keine zufriedenstellenden Lösungen liefert. Zum einen lässt sich damit nicht in vertretbarer Zeit eine halbwegs funktionierende Treppe erstellen, zum anderen ist das Ergebnis der Verschneidungen von Stufen und Wangen zum Teil völlig unbefriedigend.
In insgesamt sieben Projekten, in denen der Autor Aufmaße aus Flexijet-Scans und Laserscans in Archicad verarbeitete, tauchte immer wieder dasselbe Problem auf: Treppen mit dem Archicad-Treppenwerkzeug sind extreme Zeitfresser, und das Ergebnis ist frustrierend.
Aus diesen Erfahrungen wurde „Flexi-Reno-Stair-C" als komplett neues GDL-Bibliothekselement entwickelt. Das „C" steht für die C-Form einer 2 × ¼-gewendelten Treppe mit Stufenverzug. Dieser Treppentyp in Holzbauweise fand sich in 80 % der genannten Projekte, weshalb die Priorität zunächst auf ihm lag.
Der Ansatz ist umgekehrt zum Treppenwerkzeug: Nicht die Treppe gibt den Grundriss vor, sondern der Bestand. Acht Konturpunkte werden im Grundriss direkt an die aufgemessene Situation gezogen – Außenkante an die Wand, Innenkante ans Auge – und bestimmen damit die komplette Treppe.
Für die Stufenkanten gibt es zwei Arbeitsweisen: Beim Nachbau aus einem Punktwolkenaufmaß lässt sich jedes Kantenende völlig frei auf die gemessenen Punkte ziehen, auch abweichend vom rechnerischen Auftritt. Alternativ bleiben die Kanten auf der Lauflinie geführt und werden dort verschoben oder um ihren Lauflinienpunkt gedreht – für kontrolliert verzogene Läufe.
Die Wangen sind der Punkt, an dem das Treppenwerkzeug regelmäßig scheitert. Hier leiten sie sich vollständig aus der Stufengeometrie ab: Die Oberkante folgt den Stufenvorderkanten, die Unterkante den Stufenhinterkanten, Knicke werden flach ausgerundet, und an den Ecken gleichen sich die Wangen gegenseitig an. Es gibt keine Wangenpunkte, die nachgezogen werden müssten.
Das Geländer kommt ohne das Archicad-Geländerwerkzeug aus: Handlauf als Rechteck, Rundstab oder eigenes Archicad-Profil, Eckpfosten wahlweise auf der Wange stehend oder bis zur Wangenunterkante einbindend, Geländerstäbe nach Achsmaß. Setzstufen lassen sich abschalten – für offene Renovierungstreppen –, die Austrittsstufe auf Geschossniveau ist zuschaltbar.
Das Objekt Flexi-Reno-Stair-C hat folgende Eigenschaften. Wichtigstes Prinzip ist die freie Gestaltbarkeit: Da Stufen in Altbauten häufig keiner erkennbaren Regel folgen, erzwingt das Objekt keine Treppenregeln.
Grundform und Lauf
- C-Grundform mit acht Konturpunkten, alle über Fangpunkte in X und Y verschiebbar – vier Punkte außen, vier innen, Antritt und Austritt jeweils zwischen zwei Punkten
- Aus Geschosshöhe und Steigungszahl entsteht ein Lauf mit verzogenen Stufenkanten; die Lauflinie liegt immer mittig, wird an den Richtungswechseln ausgerundet und teilt sich gleichmäßig auf die Stufen auf
- Stufenkanten laufen im geraden Lauf senkrecht zur Lauflinie, im Wendelbereich radial zum Verziehungszentrum
Stufenkanten – zwei Geometriemethoden
- Kantenenden frei verschiebbar: Jedes Kantenende lässt sich einzeln ziehen, auch abweichend vom Rechenwert – für den Nachbau aus Punktwolkenaufmaßen. Hinterkante der darunterliegenden Stufe und Setzstufe wandern mit; statische Fangpunkte auf der Lauflinie zeigen die gleichmäßige Teilung als Anhaltspunkt
- Kanten auf der Lauflinie geführt: Ein Fangpunkt auf der Lauflinie verschiebt die Kante entlang des Laufs (kontrolliert unterschiedliche Auftritte), Fangpunkte an den Kantenenden drehen sie um ihren Lauflinienpunkt; die Enden laufen automatisch bis zur Kontur
- Beide Datensätze bleiben beim Umschalten erhalten
Stufen
- Trittstufen mit Stärke, Unterschnitt und Baustoff
- Setzstufen zuschaltbar, mit eigener Stärke und eigenem Baustoff – abschaltbar für offene Treppen
- Austrittsstufe auf Geschossniveau optional; sie folgt seitlich den Fluchten der Konturseiten, ihr Unterschnitt führt über die oberste Setzstufe
Wangen
- Für jede der sechs Konturseiten einzeln schaltbar, eingestemmt
- Vollständig aus der Stufengeometrie abgeleitet: Oberkante über den Stufenvorderkanten, Unterkante an den Stufenhinterkanten, beide mit einstellbarem Überstand; Knicke werden mit wählbarem Radius ausgerundet – es gibt keine Wangenpunkte, die nachgezogen werden müssten
- An den Außenecken gleichen sich benachbarte Wangen in der Höhe an, an den Innenecken übernimmt der Eckpfosten den Versatz
- Wangenstärke und Baustoff einstellbar, Anlaufwangen wahlweise an Projekt-Null gekappt
Geländer
- Für jede Konturseite einzeln schaltbar, sitzt auf der Wange
- Handlauf als Rechteck (Breite × Höhe), Rundstab (Durchmesser) oder eigenes Archicad-Profil; Höhe über der Wange einstellbar
- Eckpfosten an allen Ecken mit angrenzendem Geländer; Querschnitt einstellbar, Fuß wahlweise auf der Wangenoberkante stehend oder bis zur Wangenunterkante eingebunden, Kopf bis Oberkante Handlauf
- Geländerstäbe rund oder rechteckig, mit Maßen, Achsmaß und Baustoff
2D-Darstellung
- Sechs Modi: Projiziert, Projiziert mit Untersicht, Symbolische Darstellung, Nur Aufsicht, Nur Untersicht, Nur 2D-Script
- Symbolische Darstellung: genormte geschossabhängige Darstellung mit doppelter schräger Bruchlinie – unterhalb Volllinien, oberhalb Überkopf-Stil, Lauflinie mit Pfeil auf der Bruchlinie und gestrichelter Fortführung zum Austritt. Die Bruchlinie lässt sich per Fangpunkt entlang des Laufs verschieben, die Schnitthöhe manuell korrigieren; im Geschoss darüber erscheint automatisch die volle Treppe
- Projiziert: echter 3D-Schnitt auf der Geschoss-Schnittebene mit Schnittstiften und -schraffur, Untersicht mit eigenem Stift und Linientyp
- Eigene Stifte für Kontur, Lauflinie und Stufen
3D
- Statische Fangpunkte an allen Stufenoberkanten und Pfostenecken – zum Messen und für die Bemaßung in Schnitten
- Konturstift und Material der Anschnittflächen einstellbar
- Aktuelle Version: 0.41 vom 26.08.2026
Lokalisierungen
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Deutsch
Informationen
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Autor: Joachim Sühlo
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Historie: Versionshinweise
Dokumente
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